Das Beste für Samstag…

Heinz Klever, Kabarettist und Ensemble-Mitglied der Leipziger Pfeffermühle, der uns an diesem  Samstag, 23. Februar, 20 Uhr, auf der “Bühne onderm Balka” beglückt, hat es einfach verdient: Die Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten haben unsere Veranstaltung wieder in ihrer Wochenendbeilage unter “Das Beste für Samstag, den 23. Februar” veröffentlicht:

Heinz Klever: Ein kleines Versucherle

Liabe Freind, ich geb’s zu, ich bin ein bekennender Kabarett-Fan und ich bin schon ein wenig stolz, dass ein Kabarett-Grande wie Heinz Klever zu uns an diesem Samstag, 23. Februar, 20 Uhr, ins Cafe-Bricklebrit kommt.

Er ist glücklicherweise nicht der erste Spitzenkabarettist, der auf der “Bühne onderm Balka” seine Kunst zeigt, aber ist es für uns auch immer schwer, den Künstlern eine “volle Hütte” zu bieten, weil sich Kabarett-Abende – leider – im Cafe-Bricklebrit noch nicht so richtig etabliert haben. Oft hören wir nach einer solchen Veranstaltung, “wenn ich gewusst hätte, dass es ein solch’ toller Abend war….”.

Jetzt gibt’ aber keine Zurückhaltung mehr, denn wir haben hier ein kleines Versucherle von Heinz Klever (aus dem Jahr 2016 in der Leibziger Pfeffermühle):


Ich denke, jetzt habt auch ihr so richtig Lust auf erstklassiges politisches Kabarett bekommen: Plätze (18 €) könnt Ihr auf unserem Tickettelefon 0157-74236481 (AB) oder per E-Mail info@cafe-bricklebrit.de reservieren oder direkt bei unserem Partner kaufen:

Kraftstrotzende Unikate

Mit einem Gruß in breitestem Schwäbisch öffnet Aykut Tataroglu die Tür zu seiner Werkstatt in einem modernen, eher unscheinbaren Zweckbau in der Stuttgarter Straße in Bietigheim-Bissingen. Was sich dann dem Besucher offenbart, lässt viele Männeraugen glänzen und deren Herzen vor Begeisterung hüpfen: Drei vor Kraft strotzende Bikes mit viel auf Hochglanz poliertem Edelstahl, mit Hinterreifen, deren Breite einem Sportwagen gut zu Gesicht stehen würde, und die bis auf den Rahmen sowie Vorder- und Hinterrad nur wenig mit einem klassischen Straßenmotorrad zu tun haben.


Aykut – ein Meister der Costum Bikes (Fotos: Martin Kalb)


In handwerklicher Perfektion hat der 56-jährige Aykut Tataroglu diese motorisierten Unikate geschaffen. „Es sind Kunstwerke, meine Ideen, meine Emotionen in Stahl“, sagt er, und man spürt in jedem Wort, hier ist einer, der seinen Lebenstraum, seine Leidenschaft lebt – und dies seit fast drei Jahrzehnten. Geboren in Istanbul kam Aykut (wie er genannt werden will) mit seinen Eltern nach Deutschland und wuchs in Schlaitdorf im Schönbuch am Rande des Landkreises Esslingen auf: „Mit sieben Jahren waren in der Autowerkstatt meines Vaters zum ersten Mal meine Arme bereits voll mit Motorenöl.“

Mit einer Ausbildung zum Maschinenschlosser erlernte der Liebhaber schwerer Motorräder die handwerklichen Fähigkeiten, um seinen Traum zu verwirklichen. „Ich wollte schon immer eine Harley“, erinnert er sich an seine Anfänge. Doch sein Traum war kostspielig, also baute er sich als 27-Jähriger seine Maschine im Keller aus zusammengesammeltem Motor, Rahmen und Getriebe. „Es kam mir entgegen, dass ich vom Sondermaschinenbau komme“, erklärt er. „Bestimmt ein Jahr habe ich an meiner ersten Maschine gebaut“, sagt Aykut, und diese ist auch – neben anderen – im Showroom im Bietigheimer Bigpark zu sehen. Das Besondere daran: Die heute 300er-Walzen auf der Hinterachse gab es damals noch gar nicht, also hat er einfach einen Autoreifen auf seine bereits damals selbst hergestellten Speichen-Felge aufgezogen.

Apropos Felgen. Heute kennzeichnen die Costum Bikes von Aykut unter anderem seine patentrechtlich geschützten 20-Speichen-Räder aus zwölf Millimeter starken Titanstangen. Wie er fachkundig erklärt, ist es wichtig, dass trotz der schieren Kraft, die seine Maschinen auf die Straße bringen, die Felgen besonders leicht sind, denn durch den physikalischen Kreiseleffekt, werde es bei schweren Felgen immer schwerer das Bike in die Kurven zu lenken. „Es ist wie mit meinen Speichen, weniger ist mehr“, sagt der 56-Jährige mit Blick auf seine Firmenphilosophie. Bevor er im März 2017 seinen Unternehmenssitz auf Anregung der befreundeten Bigpark-Geschäftsführer Jens Lück und Hartmut Rieger nach Bietigheim-Bissingen verlegte, betrieb er 21 Jahre lang seine Werkstatt in Neuffen, bewusst mit kleiner Belegschaft. „Ich habe in der Vergangenheit viele Kollegen erlebt, die schnell expandierten – und die es heute nicht mehr gibt“, sagt Aykut.

Natürlich erfüllt der sympathische 56-Jährige alle Klischees eines „Harley-Schraubers“: Oberarme, die von viel Hanteltraining erzählen könnten, flächige Tattoos, zweigeteilter Kinnbart, der zu Zöpfchen geflochten ist und Hände, die Schraubstöcken gleichen. Doch wenn Aykut von seinen Motorrädern erzählt, kann er seine Leidenschaft nicht mehr zügeln. Seine Costum Bikes entstehen im Kopf, 70 Prozent aller Teile werden von ihm handgemacht, ohne Zeichnung, sagt er: „Der Kunde, der zu mir kommt, will meinen Stil haben. Da entsteht ein Vertrauensverhältnis und später in der Regel eine Freundschaft.“ Bis man ein Motorrad von „A.T. American Cycles“ besitzen darf, muss man geduldig sein, „wer heute bestellt, muss rund eineinhalb Jahre warten“, erklärt Aykut. So lange dauert es, bis etwa aus einem 1979er-Harley-Davidson-Rahmen, der als Basis für eine Neuproduktion dient, zusammen mit einem neuen Super-Stock-Motor ein A.T. Cycle wird.

Die Bikes bestechen natürlich durch ihre schiere Kraft, wie etwa seine „Stage III“, die er 2015 in rund 5000 Stunden gebaut hat: zwei Zylinder mit 1850 Kubikzentimeter Hubraum, mit Kompressorladung, 220 PS und ein Drehmoment von knapp 220 Newtonmeter. Den besonderen Charme erhalten sie aber durch viel auf Hochglanz polierten Edelstahl, etwa an der Hinterrad-Schwinge, die er aus einer zwei Quadratmeter großen Blechtafel formt und schweißt, aber auch durch filigrane Details bei Scheinwerfern und Rücklicht. Diese haben nicht nur die Form eines Tropfens, sondern laufen in einer geschwungenen Spitze aus. Entscheidend für Aykut ist immer, dass alle seine Motorräder eine Straßenzulassung haben: „Das Bike muss fahrbar sein, und man muss einen Stil haben, sonst kriegst du einen ,Wolpertinger‘ zusammen.“

In seinem Büro beweisen 19 Pokale mit Erst- und Bestpreisen aus vier Kontinenten die internationale Anerkennung des schwäbischen Tüftlers mit türkischen Wurzeln. Mit seiner „Stage III“ wurde er unter anderem zu einer Bike-Show nach Abu Dhabi eingeladen, besonders stolz ist er aber auf ein besonderes Privileg: 2018 feierte Harley Davidson das 115-jährige Firmenbestehen mit nur zwei Events, Ende August am Unternehmenssitz in Milwaukee und im Juli in Prag. Direkt aus der Harley-Davidson-Zentrale flatterte eine persönliche Einladung für Aykut in seinen Briefkasten, damit er in Prag seine „Stage III“ als eines von nur weltweit 41 ausgewählten Costum Bikes auf einem Podest bei der Geburtstagsfeier präsentieren konnte.

Nr. 196: Dr Schorsch vrzählt vom 16. Februar

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Dr Schorsch isch ohsäglich traurig. Uff dr oina Seit’ freit’r sich, dass dia Kölner Jecka âmol wiedr an Schritt weitr send. Weil wia mr en dr geschtriga Ausgab’ von onserer Zeitong hât lesa kenna, wird dort des langweilige Ampl-Männle-Einrlei mit ma schwule Ampl-Pärle a witzige Alternativ kriaga. Ond was passiert hier bei ons? Nex. Dr Vrsuch, dia Werbefigürle vom Schorsch seiner Kendheit, nämlich Affle ond Pferdle, uff dia Fußgängrampl zom Kriega, isch em Keim vrstickt worde. Dâ hilft’s au net, dass dia boide herzige Figürle au von den jonge Leut’ ohsennig gern gseha werdet und en de neue Soziale Media nuff ond nagnudelt werden. Eigentlich echt schad’.

A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Nr. 195: Dr Schorsch vrzählt vom 9. Februar

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Geschtern hât mr amol wiedr erleba dürfe, was a Verkehrsinfarkt bedeutet. A Ofall mit mr Lastr uff dr Autobahn hât zur a Vollsperrung geführt, ond älle send rontrgfahra ond henn dia Strâße im Landkreis abr so was von vrstopft. „Â Autoschlang’ isch blöd, bsonders henta, abr vorne dâ gaht’s“, des isch em Schorsch glei eigfalla. Abr no blödr isch, wenn jedr fenfte in der Schlang’ an „Sicherheitsabstand“ zom Vordermâ von zwischen 50 ond 100 Meter eihält, wahrscheinlich weil’s bequemer isch, wenn mr net ständig kuppla ond âfahre muas, obwohl des eigentlich scho en dr Fahrschul’ glernt hann sott. Da gâht’s na irgendwia gar nemme vorwärts. Em Stau hât mr Zeit zom rechna: rond 11 Kilometer isch die Streck’ zwischa Bietigheim ond Besigheim, ond hentranandr dätet dâ nâ so um de 1500 Autole ond knapp 300 Lastr druffpasse. Wenn jetzt abr jeder fünfte bloss 50 Metr Abstand zu seim Vordermâ auflaufe lässt, nâ isch di Schlange net bloss 11 Kilometr lang, sondern theoretisch plötzlich 29 Kilometr. Schlange isch oifach blöd.

A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Neues Schmuckstück – muss gespielt werden

Aus unserem Familienfundus ziert ein neues Schmuckstück unser Cafe-Bricklebrit: Ein wunderschönes, gepflegtes Sousaphon der Marke Armati.  Das Profi-Instrument wurde jahrelang gespielt und war durchaus ein Hingucker bei Konzerten der Bönnigheimer Stadtkapelle. In den vergangenen Jahren ruhte es gut in seinem Hartschalen-Koffer geschützt, im Cafe-Bricklebrit präsentiert es sich nicht nur in seiner ganzen Messing-Pracht, es wartet auch darauf, dass wieder auf ihm gespielt wird.


Wer Interesse an diesem Sousaphon (mit Koffer) hat, darf sich gerne bei uns melden: info@cafe-bricklebrit.de., Telefon (0171) 6501679. Solange bleibt es ein Hingucker im Schwäbischen Lieder- und Geschichtenhaus.

Nr. 194: Dr Schorsch vrzählt vom 2. Februar

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Dia Amerikânr dehn amol widr onsr Wirtschaft extrem schädiga. Noi, es gâht net om a neue schwachmahtiga Kurzmeldung von dem stroh-blö…, äh, strohblonda Hansele em weißa Haus. Es gâht au net om irgendwelche Strâfzöll’ odr Vrhaftonga von deutsche Firmavertretr, weil onsere Auto net so dunkl russat, wia dia riesige amerikânische Geländewage und Strâßapanzer.

Dr Grond isch diesmâl dr „Super-Bowl“. A komisch’s Spiel, wo insgesamt zwoi Mâl elf Kerle – etliche recht übrgwichtige om dia nâ wiedr halbe Hemdr romwusslat – wia Dampfhämmer uffanandr druff rennet, om an Ball zum fanga, der net amol rond isch. Ond nâ hoißet se des no zo ällem Überluss Football, was uff deutsch Fußball hoißt. Weil des ganze Tohuwabohu eba dâ drüba übrm Teich stattfendet, nâ spielt sich des Ganze bei ons mittla en dr Nacht ab. Dia Jonge bei ons, ond besonders dia Buaba, hend irgendwia an Narra gfressa an dem „Super-Bowln“- Gedöns, ond werdet dia Fernseh-Übrtragong bis am früha Morga âglotza. Mit dem Ergebnis, dass am erschta Arbeitstag en dr Woch’ wohl ganz schee Augadeckl und Lella nondrhänga werdet. Wia sich des uff dene ihr Schaffenkraft auswirkt, des kâ mr sich vorschtella.

A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Ein Schwâb en dr rheinischen Bütt

Die erste Kostümsitzung der Karnevalsgesellschaft Schwarz-Gold Baudobriga in Boppard am Mittelrhein war am Samstag in der ausverkauften Stadthalle für den Schorsch zum vierten Mal ein wunderbares Erlebnis. Als erster Büttebredner konnte er als Schwäbischer Landbote den Oberen so richtig in scharfen Reimen die Leviten lesen -natürlich mit schwäbischem Zungenschlag. Der Lohn? Viel, viel Beifall und zwei güldene Karnevalsorden. Nächsten Samstag folgt wieder vor ausverkauftem Haus der zweite Auftritt. Helau!

Café & Vesperstube mit 2 Kleinkunstbühnen, Mitmach-Freitage, liebevoll ausgestaltet auch für private Feiern & Gruppenhocks.