Steamgrass, die Bluegrass-Legenden spielen wieder auf

4. Mai 2019 - 20:00

Wagenhalle

Seit mehr 25 Jahren gibt es die Band „Steamgrass“. Für den Walheimer Berti Demel ist der Bluegrass, eine Form der Countrymusik, eine besondere Leidenschaft. Nach Jahren den musikalischen Abstinenz gab die vierköpfige Band für ihre Fans  m September2017 in der Wagenhalle des Cafe-Bricklebrit  ein Revival. Am Samstag, 4. Mai, 20 Uhr, ist es jetzt wieder soweit, die vier begeisternden Musik geben  im Schwäbischen Lieder- und Geschichtenhaus wieder ein Stell-dich-ein.


Plätze (15 €) könnt Ihr auf unserem Tickettelefon 0157-74236481 (AB) oder per E-Mail info@cafe-bricklebrit.de reservieren oder direkt bei unserem Partner kaufen:


Die Bietigheimer Zeitung berichtete über die Walheimer Band:
Auf Banjo, Gitarre, Geige, Mandoline und Kontrabass werden alte amerikanische Volkslieder gezupft und gestrichen. Das ist Bluegrass-Musik. Diese außergewöhnliche Musikrichtung kam Mitte des 20. Jahrhunderts als neuer Musikstil in Amerika auf , und wird auch in Walheim gespielt – seit fast 30 Jahren.

Als Vater dieses Stils gilt Bill Monroe. Der amerikanische Musiker aus Kentucky entwickelte eine neue Form der Countrymusik, angereichert durch Swing- und Blueselemente. Der Name Bluegrass kommt von einer besonderen Art Gras, die hauptsächlich in Kentucky wächst und im Sonnenlicht blau schimmert. Anfangs war der Name „Bluegrass“ verpönt, heute ist es aber ein stehender Begriff weltweit.

Auch nach Europa schwappte die Bluegrass-Welle. Einer dem dieser trotzdem eher unbekannte Stil ins Blut übergegangen ist, ist Berti Demel aus Walheim. Der 62-Jährige macht seit über 30 Jahren Bluegrass-Musik, und er erzählt der BZ, wie es dazu kam: „Damals hatte ein Reitschüler von mir Geburtstag, und nach dem Unterricht packten wir beide unsere Gitarren aus. Er hatte damals schon Erfahrung mit dieserMusik und so spielten wir zusammen“.

Aus diesen Anfängen entstand die Band „Steamgrass“, zu Deutsch Dampfgras. Ein vierköpfiger Zusammenschluss von Musikern, unter ihnen natürlich Berti Demel. Er selbst spielt auf der Mandoline, einem gitarrenähnlichem Zupfinstrument. Klaus Thomas ist aktiv an Geige, Gitarre und Banjo, Norbert Schulz ebenfalls an der Gitarre. Das vierte Mitglied ist die Kontrabassspielerin Angelika Albrecht.

Zusammen hat das Quartett in den knapp 30 Jahren Bandgeschichte schon viel erlebt. „Wir sind bestimmt schon über 100 Mal aufgetreten. Oft in irischen Kneipen, aber auch mal bei größeren Veranstaltungen. Wir haben schon überall gespielt“, sagt Berti Demel. Bei ihren Auftritten spielt die Band ein paar eigene Songs, hinzu kommen Cover von alter amerikanischer Volksmusik. „Da sind Stücke dabei, die sind um die 300 Jahre alt“, weiß Demel.

Zurzeit sei es eher schwierig sich regelmäßig für Proben zu treffen, da Angelika Albrecht nicht mehr in der Nähe wohne, berichtet der 62-Jährige. Vor zwei Wochen habe es aber nach über einem halben Jahr endlich mal wieder geklappt. „Wir kennen uns schon seit zirka 25 Jahren, da bekommt man ein gewisses Feeling füreinander“, meint Demel. Daher sei es nicht schlimm, wenn es mal eine längere Phase ohne Proben gäbe.

Hauptberuflich arbeitet Berti Demel als Versandleiter in einer Druckerei, somit ist die Musik nur ein Hobby für ihn. Dennoch ist sie auch mehr als eine Freizeitbeschäftigung.

Schon in seiner Schulzeit war Demel gemeinsam mit Bandkollege Norbert Schulz in einer Rockgruppe. „Die Musik damals war so laut. Die Bluegrass-Musik hingegen ist rein akustisch, das gefällt mir sehr. Außerdem können wir spielen, wo und wann wir wollen, solange wir unsere Instrumente haben“, sagt der Walheimer. Und obwohl seine Lieblingsmusik in Amerika ihren Ursprung findet, war Demel noch nie in Übersee. „Ich habe mit meiner Frau schon viele Teile der Welt bereist, aber in den USA waren wir noch nie“.

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