2. und 9. Februar: Kulturaustausch im Rheinland

Es ist wieder soweit, unser Schorsch steigt am Samstag, 2. Februar, und Samstag, 9. Februar, wieder in die Bütt im rheinischen Karneval. So zu sagen als Kulturaustausch zwischen Schwaben und Rheinland wird er spitzfindig auf Schwäbisch jetzt bereits zum vierten Mal reimen und rezitieren.

Deshalb wird es am Samstag, 2. Februar, und Samstag, 9. Februar, keine Künstler-Veranstaltungen auf unserer Bühne ondern Balka geben. Unsere Mitmach-Freitage – Bricklebrit-Kneipenquiz am 1. Februar, 20 Uhr, und unser “Aufspielen beim Wirt” am 8. Februar, 19.30 Uhr, werden natürlich veranstaltet.

Schon jetzt freuen wir uns auf puren Rock’n Roll auf Schwäbisch mit Gunnar Golinski und Band am Samstag, 16. Februar, 20 Uhr.


Plätze (15 €) könnt Ihr auf unserem Tickettelefon 0157-74236481 (AB) oder per E-Mail info@cafe-bricklebrit.de reservieren oder direkt bei unserem Partner kaufen:

Nr. 192: Dr Schorsch vrzählt vom 26. Januar

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Jetzt send’s scho fascht 67 Jâhr, dass es dia Liebesheirat von Württemberger ond Badener 1952 geba hât. Ond emmerno giftlet dia Badener ond dia Württemberger gegaanandr. Jetzt freut’s natürlich dr Schorsch ohbandig, dass grad em Klinikum Ludwigsburg drfür sorgt wird, drmit mir im Landkreis Ludwigsburg meh übr onsere badische Schwestra ond Brüdr erfahret ond dia drnâch au no meh mögat. Was machet se drfür em Klinikum? Im Wartebereich von dr Zentrale Notuffnâhm hend se Fernseherla an d’Wänd’ nâghengt, ond – mr kâ’s kaum glaube – dort flimmerte des Programm vom private Fernsehsenderle „Baden-TV-Süd“ mit Sitz en Freiburg.

A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Wieder angefixt von Vinyl

Es war am Freitagabend eine überaus gelungene Premiere unseres Bricklebrit-Vinylabends. Etliche Schallplatten-Liebhaber gestalteten einen immens unterhaltsamen Abend mit ihren Lieblingsscheiben. Nicht nur viel Musik  – von Lys Assia über die erste Scheibe von Pur (damals noch Opus) bis hin zu Hard-Rock – war zu hören, auch viele persönlichen Gespräche ergaben sich im Cafe-Bricklebrit.

Dabei ergab sich, dass hier in unserer Region bisher kaum Vinyl-Börsen veranstaltet werden. Das muss sich ändern! Deshalb wird sich das Schwäbische Lieder- und Geschichtenhaus darum kümmern, und plant am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Juli 2019, seine Wagenhalle für private und professionelle Schallplatten-, CD- und CDV-Verkäufer zu öffnen.Wir sind davon überzeugt, dass es ein großes Interesse daran gibt, deshalb frühzeitig bei uns per E-Mail: info@cafe-bricklebrit.de als Verkäufer anmelden.

Besonders hat uns gefreut, dass der Neckar- und Enzboten unsere Vinylpremiere mit einem Artikel in seiner Ausgabe vom 28. Januar 2019 begleitet hat:


Ach so, nicht vergessen: Der nächste Bricklebrit-Vinylabend ist am Freitag, 22. Februar, 20 Uhr. Wir freuen uns auf Eure Scheiben.

Nr. 191: Dr Schorsch vrzählt vom 19. Januar

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Mr lebt uff’m Land, weil’s dort schee isch, ond weil Luft dort so gsond sei soll. Doch dr allgegawärtige Feinschtaub vrwischt ons jetzt au en dr ländlicha Gegend, odr no viel dramatischr, grad dort, wo’s viele Äcker gibt. Dâ isch’s scheint’s am schlemmsta. Wenn mr dr Bericht von dem ARD-Magazin „Monitor“ am Donnerstichâbend gseha hât, nâ woiß mr, 45 Prozent vom Feinstaub kommet scheint’s von der Landwirtschaft, weil dia die Jauche uff d’Felder leerat. Irgendwia haut’s oim dâ dr Seier naus. Irgenwia wird’s jetzt seggeles blöd, welch’ neue Sau jetzt wiedr durchs mediale Dorf g’jagt wird. Di schiere Vrzweiflong muss oin packa, weil sia henn no eins druffgesetzt: Jährlich seiat 120 000 vorzeitige Todesfäll durch Feinstaub zom beklagen ond dia Landwirtschaft sei dr Hauptvrursachr.

Nâchdem mr jetzt zerscht dia böse, böse Dieselautole ans Kreuz gnagelt hât ond onser Autoindustrie langsam abr sichr hemacht, kommet jetzt onsere Baura an der Pranger. Dr Schorsch wird ab sofort s’schnaufa eistelle, weil er will ja net am Feinstaub sterba.

Obwohl, s’stellt sich scho dia Frâg, wia onsere Baura übr Jâhrhondert henn übrleba könna, wo se doch ständig en richtiga Wolka von Jauchedämpf schaffa müsset.

Ond so nebabei dät’s dr Schorsch no interessiere, worom’s eigentlich bloß bei ons Fahrvrbot gibt, ond sonst nirgends uff dr Welt?

 guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Nr. 190: Dr Schorsch vrzählt vom 12. Januar

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Oine von de erstrebensweise Uffgaba vom Schorsch isch, drfür zom sorga, liebenswerte, lautmalrische ond vom Aussterba bedrohte schwäbische Begriff zom bewahra. Wobei des Wort, om des s’jetzt gâht durchaus au von onsere bayrische Nâchbr en Beschlag gnomma wird. Am besta, mir bemühat onsern Martin Luther, der nâchweislich scheint’s den Satz gar net gesagt hât: „Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat es Euch nicht geschmacket?“ Es gâht natürlich oms schwäbische Kobba (wobei dia Bayra es als Koppa bezeichnet). Welch wohlkenklingendes Wort, welches des Geräusch, was aus dem Schlund sich sein Weg über den Racha ond d’Gosch laut vernehmbar in die Freiheit suacht.

Gradzua prächtig di Konjugation des liebenswerta Worts. Präsens: I kobb, Du kobbsch, Er kobbd, Mir kobbad, Ihr kobbad, Sia kobbad; Perfekt: I hann kobbd, Du hosch kobbd, Er hodd kobbd, Mir hennd kobbd ,Ihr henn kobbd, Sia henn kobbd; Konjunktiv: I däd kobba, Du dädsch kobba, Er däd kobba, Mir dädad kobba, Ihr dädad kobba, Sia dädad kobba; Futur: I werd kobba (odr au: i dät gern kobba), Du wirsch kobba, Er wird kobba, Mir werdad kobba, Ihr werdad kobba, Sia werdad kobba.

Ond wia goldig klengts erscht, wenn mr zom kloina Buzzawagle sagt: „Dâ hasch abr a fei’s Kobberle gmacht.“

A guate Woch’ ond em Herrgott sein Sega.

Wichtige Unterstützung

Nur wenn unsere Kulturaktivitäten auch über die klassischen Printmedien in die Region getragen werden, erhalten unsere Veranstaltungen bei unserem Publikum die notwendige Aufmerksamkeit. Deshalb sind wir sehr dankbar über die unglaubliche Unterstützung der Zeitungen und Zeitschriften in unserem Umfeld. Hier wieder ein schönes Beispiel dafür:

Nr. 189: Dr Schorsch vrzählt vom 5. Januar

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

A schwierige Entscheidong stâht â. Soll dr Schorsch scho jetzt Wendrroifa uff sei Wägele uffziaga odr oifach no wia en de letzschte Jâhr druff warta, bis’ses amol richtig Schnee hât? Dr Schorsch glaut, er wartet no a Weile, schließlich hât’r ja erscht Âfang August von Wendr- uff Sommrroife gwechselt. Dâ freut’r sich, dass solche Problem’ dia Cannstatter Fußballstolperer erst gar net henn. Sozomsaga als Belohnong für ihr ohglaubliche Leistong en dr Bundesliga-Vorrond’ dürfa die vrwöhnte Bürschle jetzt im âgnehm warma Spanien trainiere. Wenigstens en dr eiskalte Schwarzwald hät’ dr Schorsch dia Kerle gschickt, weil dâ hättet se fescht renna müssa, drmit’s ehna so richtig warm wird.

A guate Woche ond em Herrgott sein Sega.

Ruhe vor dem Sturm

Wir schnaufen zwar jetzt zwischen den Jahren ein wenig durch, aber wir haben ab Januar wieder viel vor.  Am Freitag, 4. Januar, 20 Uhr, starten wir ins neue Jahr mit unserem inzwischen beliebten Bricklebrit-Kneipenquiz “Dr Schorsch frâgt”. Quiz- und Rätselteams sollten sich dann für 2019 immer den ersten Freitag im Montag in den Kalender eintragen, weil wir ermitteln nicht nur den jeweiligen Tagessieger, am Jahresende 2019 gibt’ dann auch einen Jahres-Sieger. Die Teilnahme am Bricklebrit-Kneipenquiz ist natürlich wie immer kostenlosen (Kulturhut).

Was wir sonst noch zum Jahresbeginn geplant haben, darüber hat “Die Rundschau” und der Neckar- und Enzboten ausführlich in ihren Ausgaben berichtet. (Ein herzliches Dankscheee für diese Unterstützung.)


Nr. 188: Dr Schorsch verzählt vom 22. Dezember

Dr Schorsch vrzählt seit 21. Februar 2015 jeden Samschtich en der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Vielleicht isch dr Schorsch doch a weng aus dr Zeit gfalla. Er freit sich nämlich saumäßig uff Weihnachta. Er freit sich uff dr glänzende Christbaum (der, wia’r wissat erst am Heiliga Âbend strahle wird), er freit sich, dass dia emmer größer werdende Familie zamme kommt, er freit sich uff die Gâs’, die’r s’erschtmâl bruzzla wird, ond er freit sich uff dia Gschenkla, vor allem uff dia, dia verschenkt werdet. Es wär abr für dr Schorsch net Weihnachta, wenn’r net am Heiliga Âbend en dia wonderscheene Cyriakuskirch’ en dr Ganerbenstadt ganga dät, weil erscht nâ isch richtig Weihnachta. Liedr will’r senga, a scheene Predigt horcha ond die Melodia von den Streicher onderm Lettner sollet ihn so richtig seelig macha. Des isch nâ dr Moment, wo mr inne halta kâ, ond sich drüber freua, wia schee eigentlich des Jâhr gwese isch, ond er wird an die Hoffnonga für’s nächste Jahr denka. Da kâ’r nâ au vrschmerza, dass dia Migrationsbeauftragte dr Bondesregierong bei ihre vrschickte Kärtle, trotz dem „C“ en ihrm Parteibuch, koine „Frohe Weihnachten“ wünscht.

A guate Woche, am Herrgott sein Seega und seelige Weihnachta wünscht deshalb dr Schorsch.

Café & Vesperstube mit 2 Kleinkunstbühnen, Mitmach-Freitage, liebevoll ausgestaltet auch für private Feiern & Gruppenhocks.